Norbert Horst, 1956 in Bad Oeynhausen geboren, hat sich in relativ kurzer Zeit als einer der wichtigsten deutschsprachigen Kriminalschriftsteller etabliert. Erst 2003 debütiert er („Leichensache“), mit den folgenden Romanen („Todesmuster“ 2005, „Blutskizzen“ 2006, „Sterbezeit“ 2008) um seinen Protagonisten, den Kriminalhauptkommissar Konstantin Kirchenberg, überzeugt er Kritik und Leserschaft, gewinnt den Deutschen Krimipreis ebenso wie den Glauser. Es ist nicht nur die „authentische Polizeiarbeit“, mit der Horst (selbst Polizist und früher u.a. in Mordkommissionen tätig) punktet. Auffälliger noch die Erzählperspektive. Was wir erfahren, erfahren wir aus der Gedankenwelt Kirchenbergs, ein steter, nicht den Regeln der Schriftlichkeit verpflichteter Strom von Gedanken, Assoziationen, Satzfragmenten, „literarisch“ in dem Sinne, dass Sprache nicht als notwendiges Übel betrachtet, sondern als wichtigstes Werkzeug des Autors mit Überlegung eingesetzt wird.
Hier setzt das Gespräch an, das Dieter Paul Rudolph mit Norbert Horst geführt hat. Weitere Informationen zu Autor, Werk und Rezeption findet man auf seiner Website.
Ein Gespräch mit Norbert Horst
Verfasst von Dieter Paul Rudolph am 16. September 2009
Veröffentlicht in Gespräche, Horst Norbert, Interviews, Rudolph Dieter Paul, Theorie, Uncategorized | Kommentar schreiben »
Ein Kritiker, ein Buch – zwei Rezensionen (2005)
Verfasst von Dieter Paul Rudolph am 27. August 2009
Eigentlich wollte ich nur eine Rezension zu David Peace, 1974 schreiben. Dann, etwas später, habe ich die dort beigebrachten Argumente FÜR das Buch so gewichtet, dass sie sich plötzlich GEGEN das Buch kehrten. Aus dem Lob wurde ein Verriss. Ich musste das meiste nicht einmal neu schreiben. Und was lernen wir daraus? Literaturkritik ist eine höchst sensible Angelegenheit…
Dieter Paul Rudolph (2009)
Veröffentlicht in Peace David, Rezensionen, Rudolph Dieter Paul, Theorie | Kommentar schreiben »
‘Die rohe Masse Mann’ – Jörg Fauser, Mann und Maus – Rezension (1982)
Verfasst von piekebiermann am 7. August 2009
Veröffentlicht in Biermann Pieke, Fauser Jörg, Hardboiled, Rezensionen | Kommentar schreiben »
Ein Gespräch mit Martin Compart (2009)
Verfasst von Dieter Paul Rudolph am 7. August 2009
Martin Compart, 1954 in Witten / Ruhr geboren, gehört seit den frühen 80er Jahren zu den umtriebigsten, produktivsten und unbequemsten Protagonisten der deutschen Krimiszene. 1982 wurde der studierte Politikwissenschaftler Herausgeber der gelben Ullstein-Krimis, betreute ab 1996 die Kriminalliteratur des Verlags Bastei Lübbe („Schwarze Serie“) und arbeitete ab 1999 an der ebenso wichtigen wie kurzlebigen Reihe DuMont Noir. Daneben veröffentlichte er Diverses zum Krimi in all seinen Erscheinungformen, u.a. in Spiegel, Esquire, taz und Musik-Express, widmete sich dem Drehbuchschreiben (1. Preis des SAT 1 – Drehbuchwettbewerbs 1994, Preis „Das Script“ von Taunus-Film 1996). Immer auch wieder Buchprojekte, vor allem zum Noir: „Noir 2000″, „Dark Zone“, „2000 Light Years from Home“. 2001 kam schließlich im Strange Verlag sein erster Kriminalroman „Der Sodom-Kontrakt“ (2007 im Alexander Verlag neu veröffentlicht) auf den Markt, am Nachfolger wird gearbeitet. Seit einiger Zeit ist Martin Compart auch als Blogger tätig, u.a. mit detailreichen Dokumentationen zu Raymond Chandler, der Entwicklung der Pornoindustrie und Krimiserien. (Mehr zur Biografie hier)
Veröffentlicht in Compart Martin, Gespräche, Interviews, Krimi und Gesellschaft, Krimimarkt, Rudolph Dieter Paul, Theorie, Uncategorized | 1 Kommentar »
James Crumley (1939 – 2008). Ein Nachruf von Jochen König
Verfasst von Dieter Paul Rudolph am 4. August 2009
“People often suggest that life should be a learning experience. Perhaps something like a nice, small Southern liberal arts, with a final exam, which if you pass, lets you drift softly into a pleasant eternity. If life is like college, I’ve screwed up again; I missed the assignment.” James Crumley, im Vorwort der Geezer noir anthology, „Damn Near Dead“
Veröffentlicht in Crumley James, Hardboiled, König Jochen, Nachrufe | Kommentar schreiben »
Anna Veronica Wutschel: Ein Streifzug durch die südafrikanische Kriminalliteratur (2009)
Verfasst von Anna Veronica am 30. Juli 2009
Anna Veronica Wutschel über die Entwicklung der Kriminalliteratur in Südafrika (Erstdruck: Krimijahrbuch 2009)
wutschel_suedafrika_2009 (PDF)
Veröffentlicht in Analysen, Krimi und Gesellschaft, Länderüberblick, Südafrika, Wutschel Anna Veronica | Kommentar schreiben »
Claus Kerkhoff III
Verfasst von kerkhoc am 30. Juli 2009
Zehn Rezensionen von Claus Kerkhoff zu englischsprachiger Kriminalliteratur: Joe Gores, James Sallis, Norman Green, Thomas Perry, Richard Stark, Shane Stevens, Don Tracy und Cathi Unsworth.
kerkhoff_rez_engl (PDF)
Veröffentlicht in Gores Joe, Green Norman, Kerkhoff Claus, Perry Thomas, Rezensionen, Sallis James, Stark Richard, Stevens Shane, Tracy Don, Unsworth Cathi, Westlake Donald E. | Kommentar schreiben »
Thomas Klingenmaier: Denken Sie da mal drüber nach. Edward Bunker hatte etwas zu erzählen (2006)
Verfasst von tkl am 23. Juli 2009
Denken sei ein Fluch, grollt eine seiner Figuren, wer ans Leben denke, denke immer auch an den eigenen Tod. Der amerikanische Schriftsteller Edward Bunker hat da eine ganz besondere eigene Bitternis verarbeitet, den vergeblichen Wunsch, das eigene Bewusstsein abschalten zu können wie eine Glühbirne, an einem Ort, an dem Leben und Tod näher beieinander liegen als draußen in der Vorstadt beim Rasenmähen. Bunker, der am 19. Juli 2005 im Alter von 71 Jahren in Los Angeles gestorben ist, hat viele Jahre in Amerikas Haftanstalten zugebracht.
Veröffentlicht in Bunker Edward, Klingenmaier Thomas, Nachrufe | Kommentar schreiben »
Thomas Klingenmaier: Weiterkämpfen, auch mit einem Arm. Ein Nachruf auf Michael Collins alias Dennis Lynds (2006)
Verfasst von tkl am 23. Juli 2009
Die Stadt niederreißen und eine neue aufbauen, eine, in der fairere Regeln gelten: das bringt ein einzelner Rebell auch dann nicht fertig, wenn er zwei Preisboxerfäuste schwingen kann. Aber wenigstens kann der übliche hartgesottene Privatdetektiv bei seinen Gängen durch die Architektur des Hinterhalts den ein oder anderen Zweikampf gewinnen. Seine Ohnmacht gegenüber einem System muss sich nicht als Ohnmacht gegenüber dessen individuellen Vertretern äußern. Dan Fortune aber muss Mann-gegen-Mann-Kämpfen tunlichst ausweichen. Er kann sich nirgendwo mehr durchboxen, weil die Welt ihn schon längst drastisch zurechtgestutzt hat. Fortune ist ein Greifer mit einem leeren Ärmel, eine Erscheinung, die Klienten, Gegner, Informanten immer wieder stutzen lässt. Der einarmige Detektiv scheint ihnen ein Mann am falschen Ort, im falschen Beruf, in dauernder Gefahr, ein Objekt von Hohn, Mitleid oder Verachtung.
Veröffentlicht in Collins Michael, Klingenmaier Thomas, Nachrufe | Kommentar schreiben »
Andrea Maria Schenkel: Bunker. Eine Analyse (2008)
Verfasst von Dieter Paul Rudolph am 23. Juli 2009
Dieter Paul Rudolph über den umstrittenen Roman von Andrea Maria Schenkel.
schenkel_bunker (PDF)
Veröffentlicht in Analysen, Rudolph Dieter Paul, Schenkel Andrea Maria | Kommentar schreiben »