Krimikultur: Archiv

Materialien zur Krimikultur

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    finden Sie Aufsätze, Diskussionen, Gespräche und andere Arbeiten zum Thema "Krimikultur". Was das ist? Was das werden könnte? Darüber redet die Interessengemeinschaft Krimikultur, der man zwanglos beitreten kann. Weitere Informationen zur IG Krimikultur und die Möglichkeit zur Kontaktaufnahme finden Sie hier.
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Archive for the ‘Krimimarkt’ Category

Einblicke in die Werkstatt

Posted by Dieter Paul Rudolph - 10. Juni 2016

Wie entsteht eigentlich ein Text? Nein, kein Buch. Bücher sind Produkte aus Papier oder Nullen und Einsen, möglichst perfekt dargeboten. Reden wir vom Text selbst, den die Autorinnen und Autoren im Schweiße ihres Angesichts fabrizieren. Was passiert da? Für alle, die es interessiert, gibt es nun die Möglichkeit, „live und online“ dabei zu sein.

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Krimikritik – Fazit und persönlicher Ausblick

Posted by Dieter Paul Rudolph - 14. April 2013

Acht Jahre Krimikritik. Acht Jahre zwischen der Liebe der Gelobten und dem Hass der Verrissenen. Aber das ist in Ordnung. Acht Jahre aber auch unfreiwilliger Teil einer „Szene“, deren Protagonisten die Attitüde machtbewusster Diktatoren pflegen, kleine Kims, deren Armeen „Listen“ und „Preis“ heißen, deren Personal wiederum so ausgesucht wurde, dass es die Hegemonie der Herrschenden sichert, die bei den unausweichlichen Machtkämpfen ihre Seilschaften geschickt dirigieren. Acht Jahre, in denen der deutsche Krimi abwechselnd als „zu provinzell“ oder „zu internationalistisch“ etikettiert wurde, in dem man wie der gute alte Berliner Leierkastenmann in den Zille’schen Hinterhöfen die Moritat vom baldigen Platzen der Krimiblase singsangte und die ewigen neuen Säue durch Potemkinsche Dörfer trieb. Acht Jahre, in denen Autorinnen und Autoren gute Miene zum durchsichtigen Spiel machen mussten. Entweder anbiedern und darauf hoffen, „besprochen“ zu werden – oder es nicht tun und damit dem Schweigen der Kritik anheimzufallen.

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Einem Toten beim Sterben zugucken

Posted by Dieter Paul Rudolph - 19. Februar 2013

Doch, es sind gute Nachrichten, mit denen uns das noch ziemlich junge Jahr entzückt. Nachdem die „Amazon-Affäre“ den Vertretern des organisierten kriminalliterarischen Verbrechens Gelegenheit bot, ein prächtiges Hochamt selektiver Wahrnehmung zu feiern, öffnet sich ein weiteres – und weites – Feld kollektiven Wehklagens. Der Regionalkrimi kriselt! Experte Reinhard Jahn beobachtet, „wie große Verlage ihr Programm für Regionalkrimis zusammenstreichen und die Arbeit mit Autoren beenden, wenn sie die Auflagenerwartung nicht erfüllen können.“ Hoppla! Aber ist das wirklich schon ein Anlass, eine schöne Flasche deutschen Sektes zu entkorken?

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Optimismus, liebe Leserschaft!

Posted by Dieter Paul Rudolph - 11. Februar 2013

Du meckerst zu viel. Die Leute halten dich für einen unzufriedenen Eigenbrödler, wenn nicht gar für etwas noch Schlimmeres. Das muss sich ändern. Die Welt ist schön. Die Krimiwelt ist schön. Es gibt eine Menge Positives, gute Romane werden geschrieben, spannende Entwicklungen kündigen sich an. Darüber muss man berichten, nicht nur an Karneval!

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Fall und Aufstieg

Posted by Dieter Paul Rudolph - 5. Februar 2013

Nein, das ist mir schon klar: Kriminalliteratur lebt von Stereotypen, von Versatzstücken, der Verwurstung des Ewiggleichen in immer neuen Zusammenstellungen, bis am Ende das Stilmittel der variierten Wiederholung ausgereizt ist und nur noch die Wiederholung selbst bleibt. Krimis sind dazu verdammt, in unregelmäßigen Abständen zu degenerieren, sich durch Inzucht fortzupflanzen, sich zu klonen, bis aus einer Novität endgültig eine Nervität geworden ist und schon die Zurkenntnisnahme des Klappentextes einen solchen Wiedererkennungseffekt zeitigt, dass man gar nicht weiterzulesen braucht und auch nicht kann, weil man schnellstens aufs Klo muss.

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E-Book-Check. Petra Richartz: Verschleppt (Sara Cooper)

Posted by Dieter Paul Rudolph - 20. Januar 2013

Das Buch: Petra Richartz: Verschleppt (Sara Cooper). 195 Seiten, 2,68 €

Die Autorin: Mitte 30, „seit einem Jahr ist sie Hobbyautorin und schreibt Krimis/Thriller“

Der Rang: Zum Zeitpunkt dieses Beitrags Nr. 8 im Amazon-Kindle-Shop, Nr. 3 bei „Krimis und Thriller“

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Der Ladenhüter

Posted by Dieter Paul Rudolph - 19. Januar 2013

Ich erwarte nicht viel. Meine besten Zeiten als Erfolgsautor sind längst vorbei, sie dauerten ein paar Minuten, da war ich jung, lag irgendwo im Gras und träumte. Jetzt, mitten in der Wirklichkeit, habe ich mich mit der Vorstellung angefreundet, zu den notorischen Huckepackautoren zu gehören, denen also, die von Verlagen nur auf dem profitablen Rücken anderer Autoren zur Veröffentlichung transportiert werden können. Wenn mir einer sagt, Krimi boome, dann erwidere ich erstaunt: Ach? Je nun, meiner nicht. Keine Trauer, kein Neid, keine Depression. In Augenblicken der Schwäche halte ich mich an die Literaturgeschichte und zähle im Stillen auf, wer von den Großen zu Lebzeiten erfolglos geblieben ist. Oh, damit kann man sich köstlich die Stunden, die Tage vertreiben!

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Mainstream: Beobachtungen am Ol‘ Man River

Posted by Dieter Paul Rudolph - 9. Januar 2013

Wer morgens zum Behufe der geistigen Ertüchtigung durch die Krimilandschaft joggt, durch die Urwälder der Imagination, vorbei an den endlosen englischen Rasenflächen des normierten Genres, immer dem großen Fluss zu, der kann sie beobachten. Wie sie selbst dem großen Fluss zueilen, Männer und Frauen mit fürchterlichem kreativen Harndrang, watschelnden Ganges, wie er nur Menschen eigen ist, die kurz vor der Entschlackung stehen. Und tatsächlich: Endlich unten am Fluss, stehen und hocken sie am Ufer und pinkeln ins dunkel strömende Wasser des Stroms. Und dieser Strom, ja schon mächtig genug, wird noch mächtiger. Längst ist er der Mainstream, so mächtig, dass er all die kleinen rauschenden Bächlein des Waldes noch kleiner aussehen lässt, die Bächlein, in die nur wenige sich erleichtern. Immerhin. Bei Hunden ist es anders. Die scheißen selten auf die Hauptstraße, die bevorzugen die schmalen Wege.

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Immer Ärger mit den Unabhängigen

Posted by Dieter Paul Rudolph - 7. Januar 2013

Ich halte nichts von Verschwörungstheorien. Schon gar nicht von der, „die Verlage“ hätten sich zusammengerottet, um gemeinsam die „Independents“ aus dem immer lukrativer werdenden E-Book-Markt zu boxen. Die einzige Theorie, die mir in diesem Zusammenhang plausibel scheint, ist die einer unheilvollen Allianz von Denkfaulheit und Strunzdummheit, von Nachplappern und Vorurteil (hübscher Jane-Austen-Titel übrigens). Heute war wieder so ein Tag, an dem einem bestätigt wurde, dass man mit dieser Hypothese gar nicht so falsch liegen kann. Eine liebe Kollegin hat bei Facebook vorgeschlagen, den 7. Januar doch fürderhin als „Selfpublisher Dissing Day“ zu feiern, eine gute Idee, besser als jeder „Weltnichtrauchertag“.

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Watching the E-Detectives

Posted by Dieter Paul Rudolph - 6. Januar 2013

Tut sich etwas im Schlafsaal der deutschen Kriminalliteratur? Na, immerhin regt sich etwas. In den Buchhandlungen findet man es nicht, auch nicht in den Annalen der Krimikritik. Noch nicht. Vielleicht ist das auch gut so. Seit geraumer Zeit strecken merkwürdige Gestalten ihre Köpfchen aus dem Unsichtbaren ins Erkennbare, sie nennen sich „independent“, was so viel heißt wie: Hey, wir haben keinen Verlag, aber wir veröffentlichen trotzdem. Zunächst als E-Books, doch immer häufiger auch auf Papier, vorzugsweise bei CreateSpace, einer Amazon-Tochter, so wie das Mutterschiff längst zur Heimat der digitalen Autoren geworden ist.

Nun hat, wer veröffentlicht, noch lange keine Öffentlichkeit. Und, noch einmal, in vielen Fällen ist das auch gut so, denn ohne die Schleusen eines professionellen Lektorats und ein paar kritischer Augen schwemmt via Amazon viel Bodensatz an die Oberfläche, unbeschreibliches Geschriebenes, biederstes Aufsatz-, Dumm- und Möchtegerndeutsch, Plotmonster und Flachplots, Mainstream, wie er selbst dem Mainstream peinlich wäre… na gut, das sind eben die Gründerjahre, das sind die Anfänge. Was uns nicht davon abhalten soll, diese Szene fortan genauer zu beobachten und von ihr zu berichten.

Das soll auf zweierlei Art geschehen. Ein Vorteil von E-Books bei Amazon: Zehn Prozent des Inhalts gibt’s als Leseprobe. Man kann also schon durch Anlesen die Spreu vom möglichen Weizen trennen. Und, zweitens: Man kann mir natürlich E-Books zur Begutachtung schicken. Die ganz miserablen lasse ich unter den Tisch fallen, ein bisschen Qualität, ein bisschen Hoffnung sollte schon sein. Und einmal im Monat gibt es dann den großen Überblick. Hier. Gnadenlos.

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