Krimikultur: Archiv

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Archive for the ‘Rudolph Dieter Paul’ Category

Warum Selfpublisher nicht unbedingt die schlechteren Autoren sein müssen

Posted by Dieter Paul Rudolph - 28. Januar 2016

Ich bin Selfpublisher. Nicht nur, aber auch. Und dass ich (wieder) für Verlage arbeite, hat damit zu tun, dass ich es eine Zeit lang nicht getan habe und mir anderweitig behelfen musste. Meine Entscheidung, es auf eigene Faust und mit vollem unternehmerischen Risiko zu versuchen, war keine der höheren Tantiemen, die ein Selfpublisher einstreichen kann (theoretisch jedenfalls; wie es in praxi aussieht, steht auf einem anderen Blatt). Nein, ganz simpel: Ich hatte keinen Verlag mehr. Meine Bücher haben sich nie gut verkauft, irgendwie war ich ein »Writer’s writer«, Kollegen lasen meine Texte gern, Kritiker ebenfalls, zahlende Leser leider nicht. Daran hat sich bis heute übrigens wenig geändert, aber dazu später mehr.

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Das große Thrillern

Posted by Dieter Paul Rudolph - 10. Juli 2015

Etwa 30% von Amazons Top 100 bei E-Books sind Krimis, eine ziemlich konstante Zahl. Aktuell (10.7.2015, 9 Uhr) befinden sich gar neun von ihnen unter den Top 20. Aber Moment mal … Krimis? Sieben dieser Titel werden schon auf dem Cover als »Thriller« ausgewiesen, einer »Ostfriesenkrimi« genannt und ein anderer schlicht »Roman«.

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Die norwegische Küste

Posted by Dieter Paul Rudolph - 28. September 2013

norwegen_cover_200Die norwegische Küste? Ist unendlich lang… sagt die Chaostheorie. Als neuer Roman ist sie allerdings auf 251 Seiten beschränkt. Auf denen was passiert? Nun, ein Kommissar hat Urlaub und langweilt sich. Fängt ja schon schlecht an. Geht auch so weiter. Dennoch lesenswert? Entscheiden Sie selber. Näheres zum Buch und zum Projekt hinter dem Buch erfahren sie hier. Wenn Sie es gerne mit persönlicher Widmung hätten – zögern Sie nicht, schreiben Sie mir einfach eine Mail.

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Tagebuch eines angehenden Krimiautors -18-

Posted by Dieter Paul Rudolph - 6. August 2013

Sei nicht so ungeduldig, liebes Tagebuch, ich fange ja bald mit dem Schreiben an… zuvor aber noch ein paar organisatorische Überlegungen für die Zeit unmittelbar nach der Veröffentlichung des Buches, wenn es also gedruckt vorliegt und auf zahlende Kundschaft wartet. Wo tut es das? In den Buchhandlungen natürlich.

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Tagebuch eines angehenden Krimiautors -17-

Posted by Dieter Paul Rudolph - 5. August 2013

Bevor es nun wacker ans Schreiben geht, liebes Tagebuch, müssen wir das letzte Hindernis auf dem Weg zum Ruhm beiseite räumen: die Kritiker. Gemeint ist damit nicht Beate’s Billige Bücher Blog oder gar Theo’s Thriller Theke (nur echt mit ohne Bindestrich). Das sind Blogger und damit qua Naturgesetz keine Kritiker, sondern Leute, die in kostenloser Software herumklicken, um kostenlose Bücher abzustauben. Solche Leute benutzt man, wie ich ja schon ausgeführt habe, aber man nimmt sie nicht ernst.

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Tagebuch eines angehenden Krimiautors -16-

Posted by Dieter Paul Rudolph - 2. August 2013

Hurra, liebes Tagebuch! Ein großer deutscher Publikumsverlag hat meinen Krimi angenommen! Fräulein Banzer (Lektorinnen sind meistens ältliche Fräuleins, deshalb nennt man große deutsche Publikumsverlage auch „die Klöster des Medienzeitalters“) ist begeistert, das rieche nach Bestenliste oder wahlweise Verfilmung, die Übersetzungsrechte für Nordkorea, die Fidschi Inseln und Beliza sei auch schon so gut wie „abverkauft“. Natürlich müsse man das Produkt jetzt noch passgenau in den Markt hineinschnitzen, aber dazu sei es ja da, sagt das Fräulein Banzer. Der Titel zum Beispiel…

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Tagebuch eines angehenden Krimiautors -15-

Posted by Dieter Paul Rudolph - 1. August 2013

Der erste Satz, der Klappentext, das Personal, das Cover… Du hast natürlich längst gemerkt, liebes Tagebuch, dass wir es beim Krimiproduzieren mit angewandter Psychologie zu tun haben und nichts sonst. Literatur? Ach was! Ein Krimi ist auch nur eine Wassermelone! Wassermelonen sollen schmecken und sie schmecken besonders gut, wenn man den Konsumenten erfolgreich vermittelt hat, dass Melonen nicht nur ordinäres Wasser enthalten, sondern auch Lifestyle, Health und, natürlich, eine Portion Sexyness. Genauso ist es beim Krimi, einem massengefertigten, künstlich im Phantasielabor nach den neuesten Regeln des Kunsthandwerks aufgeblasenen Objekt des Entertainments, das sogenannter „Kultur“ täuschend ähnlich sieht. Schließlich lesen wir Krimis wie wir Joyce lesen oder Goethe oder einen von diesen anderen Typen, die ihre Texte nur um des Inhaltes willen verfassten und gar nicht daran dachten, sie mit Hilfe der Psychologie an Mann und Frau zu bringen.

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Tagebuch eines angehenden Krimiautors -14-

Posted by Dieter Paul Rudolph - 31. Juli 2013

LeserInnen sind ein Mysterium, liebes Tagebuch! Da entscheiden sie sich bewusst gegen das Multiplex-Geflimmere der vorgefertigten bunten Bilder – und gleichzeitig machen sie ihre Leseentscheidung von der Qualität eines einzigen Bildes abhängig. Das ist kein krimispezifisches, ja, nicht einmal ein buchspezifisches Phänomen, sondern auch zum Beispiel in der Automobil- oder Fischstäbchenbranche gang und gäbe. Dort sitzt eine prallbrüstige Blondine auf blitzendem Chrom, hier grinst ein Säugling im Käptn-Iglu-Rausch. Und immer ist es die schiere Optik, die über künftige Lebensentwürfe (BMW-Fahrer, die Pressfisch kauen) entscheidet.

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Tagebuch eines angehenden Krimiautors -13-

Posted by Dieter Paul Rudolph - 30. Juli 2013

Mit dem Protagonisten sind wir noch nicht fertig, liebes Tagebuch! Jetzt, wo er deutlich vor unserem inneren Auge erscheint, eine Mischung aus junger Athletik und altersgebeugter Weisheit, aus brühwarmem Eros und kalter Intelligenz, müssen wir ihn, wie man bei gewissen Vereinigungen von Krimischaffenden sagt, „vermarken“. Nein, nicht „vermarkten“, obwohl das natürlich auch, aber die Vermarkung eines Protagonisten gehört zu den unerlässlichen Maßnahmen der Buchvermarktung.

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Tagebuch eines angehenden Krimiautors -12-

Posted by Dieter Paul Rudolph - 29. Juli 2013

Neben Spannung, Logik und lückenloser Aufklärung erwartet die Leserschaft von einem Krimi vor allem eins: Sympathie mit dem Helden. Klingt simpel? Ist es aber nicht. Sympathie ist nicht gleich Identifikation, manchmal bedeutet sie gar Antipathie oder bloße Bewunderung. Flanieren wir ein wenig durch die Geschichte des Genres, um dieses so wichtige Sujet zu fassen.

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